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You are here: Gotcha!

               I. Gotcha - Bitter Cognition
 

Eiskalte Realität ist es, die den überzeugten Optimisten Christoph Webster langsam aber sicher an den Abgrund treibt. Kaum ist er nach bestandenem Abitur der „Obhut“ seines alkoholkranken Vaters entkommen, sieht er sich mit weiteren tragischen Ereignissen konfrontiert. Das Weltbild, welches er  bisher verbissen verteidigte, gerät ins Schwanken. Kriminelle Organisationen, finanzielle Ausweglosigkeit, Drohungen und ein ehemaliger Klassenkamerad, der für einen Moment als Retter erscheint …
Zwänge und Möglichkeiten. Ein perfides Spiel aus Intrigen, Sadismus und Kontrollwahn beginnt, in dem ein jeder an seine Grenzen stößt und Dinge ans Licht kommen, die ungeahntes Ausmaß annehmen. Missbrauchtes Vertrauen, Erpressung, Abhängigkeit und Gewalt. Christoph begreift zu spät, dass ihn die verstreichende Zeit nicht nur seine Freiheit, sondern auch sein Leben und seine Persönlichkeit kosten kann …

 

       II. Gotcha - Sweet Lies

 

Was würdest du denken, wenn sich dein Leben von heute auf morgen ändert? Vor etwas mehr als einem Jahr noch.. hätte ich mit den Schultern gezuckt und gelacht. Veränderung war alles, was ich wollte.
Eine eigene Wohnung, eine Ausbildung, Nebenjobs, Perspektiven. Endlich etwas bewirken, meine Zukunft planen, weg von dem Image des dauerhaft abgebrannten Chaoten.. weg von meinem cholerischen Vater. Die erhoffte Veränderung kam.
Von einem Tag auf den anderen..
Nur nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte..
Ich musste lernen, was Enttäuschung bedeutet, Schmerz, Hoffnungslosigkeit.. was
Menschen verändert, was sie verbittern und verzweifeln lässt. Schlussendlich verlor ich selbst jegliche Hoffnung, sah nur noch einen Ausweg. Flucht. Vorm Leben, davor auch nur einen Schritt weiter zu gehen, nur noch eine Sekunde länger zu atmen..

Nun liege ich hier, spüre den eiskalten Schnee, der sich langsam durch meine dünne Kleidung frisst, warmes Blut, das ihn zum Schmelzen bringt.. Grelles Weiß blendet mich, es fällt mir schwer die Augen offen zu halten. Die Stille ist beruhigend.. so unendlich beruhigend..